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Einige Tatsachen von der Insel Chortitsa.

12.03.2016

Es gibt historische Orte, die seit Jahrhunderten bei allen Menschen auf dieser Welt Überraschungen, Ängste oder Entzücken hervorriefen. Ihre natürliche Schönheit und Einzigartigkeit erweckte bei Besuchern immer eine bestimmte Stimmung. Leider ist ein bedeutender Teil dieser wunderschönen Gegend für immer unter den Wässern vom mächtigen Fluss Dnipro verschwunden.

Nie werden wir die erschreckenden Felsen, Schwellen, Inseln und die grünen Weiten von Chortitsa sehen. Aber zum Glück gibt es menschliches Gedächtnis, das für immer die interessantesten und die bedeutendsten Seiten unserer Geschichte aufbewahren wird.

Chortitsa ist eine unbeschreiblich schöne und bildhafte Insel. Von beiden Seiten durch den mächtigen Dnipro umspült, von hohen Felsen und sandigen Ufern umgeben, durch den grünen Wald bedeckt und mit bunten Blumen geschmückt.

Schöne Landschaften und hervorragende Geschichten von der Insel locken sowohl die Touristen aus Saporoshye an, als auch die Gäste aus anderen Städten der Ukraine und aus der ganzen Welt. Die Insel ist durch Dichter, Wissenschaftler, Künstler und Heimatkundler bekannt.

Die Geschichte von Chortitsa ist durch die Legenden aus den alten Zeiten umgeben. Die ersten Einwohner der Insel erschienen noch in der Epoche der Altsteinzeit und des Mesolithes, wovon die ersten Funde aus diesen Zeiten zeugen.

Die berühmtesten Seiten der Geschichte von Chortitsa sind mit Saporoshyer Kosaken verbunden. Die erste Festung von Kosaken wurde von Dmitro Wischnewetskij im Jahre 1556 auf der Insel Mala Chortitsa gebaut. Der organisierte Feldzüge zu den tatarischen Festungen und beschützte die Grenzen des Polen-Litauischen Staates, dessen Territorium auch die Gegend von Saporoshye gehörte.

Die Siedlungen der Kosaken hinter den Dnipro Schwellen beeinflusste hier die Besiedlung der fruchtbaren Erden und Intensivierung der wirtschaftlichen Tätigkeit.

Die Siedlung Velikij Lug, die vom südlichen Teil von Chortitsa ihren Anfang nahm, gab den Kosaken die Möglichkeit, sich mit Jagd, Landwirtschaft, Viehzucht und anderer Tätigkeit zu beschäftigen. Heute ist nur ein kleiner Teil der Reichtümer von Chortitsa geblieben, wenn man mit dem vergleicht, was es dort früher gab. Der andere Teil von dieser Insel ist unter den Wässern des künstlichen Stausee Kachovka in Jahren 1955-1957 verschwunden.

Historischen und natürlichen Wert von Chortitsa in Kauf nehmend, wurde diese Insel vom 18. September 1969 zu einer staatlichen historisch-kulturellen Naturschutzzone erklärt, vom 5. April 1993 wurde sie auch zur nationalen Naturschutzzone erhoben.

Alle Ortsnamen auf der Insel Chortitsa haben ihre eigene Geschichte und ihre Besonderheiten. Einige von ihnen waren in uralten Zeiten geboren und kamen zu uns ohne Übersetzung, vielleicht schon etwas verändert. Die anderen bewahrten das Gedächtnis über die Geschichte der Insel und der Leute, die sie besiedelten.

Die Länge der Insel beträgt 12,5 km, die Breite ist 2,5 km, die gesamte Fläche der Insel beträgt 2650 Hektar. Der nördliche Teil der Insel ist hoch und hat steile Felsen, der südliche Teil ist platt und übergeht zu den kleinen Inseln auf dem Dnipro. Die Insel teilt den Fluß Dnipro in zwei Ströme – der Neue Dnipro und der Alte Dnipro.

Die Insel Chortitsa überrascht mit ihren steilen Felsen, die mächtig in den Dnipro hinuntergehen. Drei der größten Felsen auf der Insel nennt man Köpfe: im nördlichen Teil steht der Höchste Kopf, am östlichen Ufer steht der Mittlere Kopf und auf der Dnipro Inseln steht der Untere Kopf.

Chortitsa war auch ein sehr bedeutendes geistliches Zentrum für viele Völker seit uralten Zeiten. Uralte Orte der Kultrituale und Zeremonien waren zahlreiche natürliche Objekte. So ist der „Schwarze Stein“ im nördlichen Teil von Chortitsa. Dieser riesengroße Stein von schwarzer Farbe geriet auf die Insel mit dem letzten Eisberg und wiegt etwa 500-600 kg. Aber es ist auch nicht ausgeschlossen, dass er auf die Insel von uralten Leuten gebracht wurde, die 500 km nach Norden von Chortitsa wohnten. Der ganze Stein ist mit Linien bedeckt, die zweifellos ein Mensch hinterlassen hat. Aber man kann aus diesen Linien kein bestimmtes Schema herleiten, es ist noch niemandem gelungen und niemand kann auch sagen, in welchem Jahrhundert es geschah.

Also, Chortitsa ist bestimmt ein Ort, der ein großes Interesse erweckt und auch viele Rätsel aufgibt, deren Lösung noch niemand gefunden hat… Unabhängig davon, ob Sie sich für Geschichte interessieren oder nicht, wird Ihnen dieser Ort bestimmt gefallen. Wie man bei uns sagt: „Wer Chortitsa nicht gesehen hat, der hat auch Saporoshye nicht gesehen!“